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04.03.2013 Von: Manuela Müller

Eindrücke von der Messe Automobil 2013

Gemeinsamer Messeauftritt von BMW Autohaus MÄRTIN mit Stadtmobil Südbaden. Kooperation im Bereich Nachhaltige Mobilität.

Nachhaltig war bei der Freiburger Neuwagenmesse Automobil 2013 vor allem die Faszination für PS-starke Cabrios, Limousinen und großräumige Geländewagen nebst schicken Interieurs. Die Nachfrage nach Elektro- oder Hybridfahrzeugen und nachhaltigen Mobilitätsformen war unter den mehr als 22.000 Messe-Besuchern dagegen recht gering.

Absoluter Publikumsrenner unter den BMW-Fahrzeugen am Stand von Autohaus MÄRTIN waren die schwergewichtigen Geländewagen, neudeutsch Sports Utility Vehicle (SUV). Umweltschutz und Fahrvergnügen erscheint vielen, meist männlichen, Zeitgenossen offenbar als Widerspruch. Anders lässt sich kaum erklären, dass der SUV X5 mit einem kombinierten CO2-Ausstoß von 198 Gramm pro Kilometer (g/km) derart hoch im Kurs stand, während die Reaktion auf das allerdings nur als Bildschirmpräsentation erfahrbare Elektrofahrzeug BMWi3 sehr verhalten bis ablehnend ausfiel. Die geringe Reichweite von 160 Kilometern und das bis dato löchrige Netz von Ladestationen waren die meist genannten Gründe, warum ein E-Mobil derzeit noch nicht infrage kommt.

Dicke Bretter sind somit zu bohren, wenn bis 2020 tatsächlich eine Million Elektrofahrzeuge über Deutschlands Straßen rollen sollen. Ganz zu schweigen vom Einhalten des von der EU angepeilten Grenzwerts von 95 g/km beim durchschnittlichen CO2-Ausstoß. ZFoto, Stadtmobil Südbaden Vorstand Michael Nowack und Manuela Müller (Kommunikation) auf der Automobil 2013u diesem eher nüchternen Resümee kommt zumindest das Stadtmobil-Südbaden-Team nach drei Tagen am gemeinsamen Messestand mit dem neuen Kooperationspartner Autohaus MÄRTIN. Zum MÄRTIN-Stand gehörte auch ein Ausstellungsbereich des Münchner BMW Konzerns zum Thema Nachhaltigkeit. Hier präsentierte BMW das gesamte Nachhaltigkeitskonzept mit neuen wiedervertbaren Werkstoffen, Werken mit eigener Wasserkraftversorgung, das CarSharing-Angebot DriveNow und das neue Konzeptfahrzeug BMWi3. Letzteres auf einem Großbildschirm sowie an iPads mit virtuell begeh- und drehbaren E-Mobilen – der einzig reale BMWi3 weilte zur selben Zeit auf dem Internationalen Automobilsalon in Genf.

Kooperation mit Autohaus MÄRTIN bringt BMW und MINI in Stadtmobil Südbaden Flotte

Märtin und Stadtmobil Südbaden werden künftig im CarSharing miteinander kooperieren. Ab April 2013 wird die Freiburger Stadtmobil-Flotte um je einen BMW 116d und einen MINI One am neuen Stadtmobil-Standort beim Autohaus Märtin vis à vis der Freiburger Westarkaden bereichert. Die nachhaltige Idee des CarSharing möchte das nach eigenen Aussagen „etwas andere Autohaus“ in einer kleinen Großstadt wie Freiburg unterstützen, da sich das BMW-eigene CarSharing-Angebot DriveNow auf Metropolen wie Berlin, Düsseldorf, Frankfurt oder San Francisco konzentriert.

Kleine Anekdote am Rande: Auch Kleinfahrzeuge können attraktiv und vom Publikum gefragt sein. Vor allem dann, wenn sie aussehen wie ein „Großer“ – sprich der MINI Countrymen, eine SUV-Version des MINI Cooper – oder wenn sie möglichst stylisch sind, wie der als Messe-Neuheit präsentierte MINI Paceman. Stylisch, klein und handlich sei doch genau das, „was Frauen mögen“, so Finanzbürgermeister Otto NeideckAutomobil 2013, Neideck testest mini pacemen bei der Eröffnungsrede am Donnerstagabend in einem launigen Versuch, angesichts sinkender KFZ-Neuzulassungen Frauen als zusätzliche Käufergruppe zu erschließen. Unter den Auto-besitzenden Freiburgern sind laut Neideck deutlich weniger Frauen als Männer. Dies könne im Zeitalter von Gleichberechtigung und Gender Mainstreaming doch nicht angehen. „Bestehen Sie auf Gleichberechtigung und Ihr eigenes Auto oder einen Zweitwagen“, ermunterte Neideck die Frauen im Publikum.

CarSharing löst die Zweitwagen-Debatte

Wie praktisch, dass Stadtmobil Südbaden demnächst einen MINI im Angebot hat und dass CarSharing von jeher die wesentlich kostengünstigere Alternative zum eigenen Zweitwagen bietet. Hochwertige Autos bei geringen Kosten, dieses Argument kam bei den Standbesuchern an – egal ob Männer oder Frauen. Umweltfreundlich und nachhaltig ist CarSharing obendrein: Fahraufkommen und Flächenverbrauch für Parkraum werden durchs Autoteilen nachweislich reduziert. Weniger Autos und weniger Fahrten bedingen einen geringeren Ressourcenverbrauch, weniger Emissionen und Feinstaubbelastung. Zudem bestehen CarSharing-Flotten aus besonders jungen und sparsamen Autos. Durch den Beitritt zum Cleaner Car Contract hat Stadtmobil Südbaden sich dazu verpflichtet, ab 2014 nur noch Fahrzeuge mit einem durchschnittlichen CO2-Verbrauch von 98 g/km anzuschaffen und damit nur die Hälfte dessen, was so manche der Automobil-2013-Publikumsrenner heute in die Umwelt blasen.


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