Zukunftsmobilität E-CarSharing im Praxistest

Kurzzeittest mit Mitsubish iMIEV 

E-Mobilität im CarSharing nutzen, das war dank eines gemeinsamen Projekts mit der Initiative Zukunftsmobilität (ZuMo) in Freiburg und Naturenergie im Spätjahr 2012 für kurze Zeit in Freiburg möglich.

ZuMo ist ein Kompetenz- und Beratungsnetzwerk für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Mobilitätsprojekte, insbesondere im Bereich Elektromobilität. Gemeinsam mit der Stadtmobil Südbaden AG wollte das Projekt ZuMo Freiburg interessierten Freiburger Unternehmen, Bürger und Gäste an die Elektromobilität heranführen.

Von Anfang September bis Ende Dezember 2012 stand am Stadtmobil-Standort Emmy-Noether-Straße/Solar-Info-Center in Freiburg der kompakte Kleinstwagen Mitsubishi iMiEV bereit. Angesichts einiger Schwierigkeiten beim Anschluss der Ladestation ging der Strom-betriebene Stadtflitzer erst Ende Oktober an den Start. Die noch immer vorhandene Ladestation mit Energie aus 100 Prozent Wasserkraft stellte die NaturEnergie AG in Grenzach-Whylen zur Verfügung.

Das E-Mobil hat abhängig von der Fahrweise eine Reichweite von 130 bis 150 Kilometern bei voller Batterie und kann an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Das Wiederaufladen bei leerer Batterie benötigt acht Stunden. 

In der Testphase erwiesen sich die langen Ladezeiten und wiederholt auftretende Probleme mit der Stromversorgung — teils durch Bedienfehler, teils wegen ungünstiger Bauweise der Ladesäule — als problematisch für den Einsatz des E-Fahrzeugs im CarSharing. 

Fazit: Für den dauerhaften und reibungslosen Ablauf von E-CarSharing bedarf es zumindest einer Schnellladestation am Standort des E-Mobils. Im Idealfall sollten auch in der Stadt Freiburg und der Region Südbaden eine ausreichende Infrastruktur an Schnellladesäulen zur Verfügung stehen, so dass bei längerer Nutzung oder weiteren Entfernungen E-Fahrzeuge außerhalb des CarSharing-Stellplatzes aufgeladen werden können. Da eine solche Lade-Infrastruktur derzeit nicht verfügbar ist und hoher Investionen bedarf, ist es Stadtmobil Südbaden vorerst nicht möglich, E-Fahrzeuge in Freiburg anzubieten.

 

So laden Sie das E-Fahrzeug auf

Grundsätzlich können Sie die Batterien des Mitsubishi iMiEV über regulären Haushaltsstrom (230 V) an einer Schuko-Steckdose oder per Schnell-Ladung an speziellen Gleichstrom-Ladestationen aufladen. Bitte beachten Sie, dass derzeit nur der reguläre Ladevorgang über den Ladestecker hinten rechts am Fahrzeug vorgesehen ist.

Regulärer Ladevorgang

1. Ziehen Sie den Hebel mit dem Stecker-Symbol nahe der Fahrertür (s. Abb. 1). Es öffnet sich die Klappe an der rechten Fahrzeugseite.


2. Halten Sie die im Schlüsseltresor befindliche „Tankkarte“ vor den Kartenleser, um die Steckdose zu öffnen (s. Abb. 2).

3. Verbinden Sie zuerst den Stecker des regulären Ladekabels mit der Steckdose an der Ladestation. Abbildung 3 zeigt die Ladesäule am Solar Info Center.


4. Vergewissern Sie sich, dass beide Komponenten trocken sind und verbinden Sie dann den Stecker des regulären Ladekabels mit der Ladesäule (s. Abb. 3). Achten Sie dabei darauf, dass der Stecker fest in der Dose sitzt und das Kabel in der Nut liegt, damit Sie zuvor hochgeschobene Klappe wieder schließen können.


5. Bevor Sie das andere Ende des Ladekabels am Fahrzeug anschließen, öffnen Sie den inneren Deckel des Steckers mit einem Tipp auf den Knopf rechts der Steckdose (s. Abb. 4).


6. Stecken Sie anschließend den einem Tankstutzen ähnelnden Stecker des Ladekabels in die Steckdose hinten rechts am E-Mobil bis der Stecker hörbar einrastet (s. Abb. 5).


7. Prüfen Sie im Instrumentenfeld, ob die Ladeanzeige leuchtet (s. Abb. 6 und 7). Ist das nicht der Fall, prüfen Sie erneut, ob die Stecker an Ladestation und E-Mobil richtig angeschlossen sind. Kontrollieren Sie, ob das Kabel richtig in der Nut sitzt und ziehen Sie die schwarze Abdeckklappe mit Gefühl nach unten, bis am Display über dem Kartenleser die Anzeige erscheint, dass der Stecker mit dem Fahrzeug verbunden werden kann.


8. Der Ladevorgang ist abgeschlossen, wenn die Ladeanzeige am Armaturenbrett erlischt und das rote Steckersymbol nicht mehr zu sehen ist.

9. Beim Abziehen des Steckers drücken Sie den silbernen Knopf an der Oberseite des Griffs (vergleiche Abb. 5).

10. Schließen Sie die innere Abdeckung und den regulären Ladedeckel und ziehen Sie dann den Stecker aus der Ladesäule. Verstauen Sie das Ladekabel trocken (gegebenenfalls vorher mit dem im Auto befindlichen Lappen abwischen) in der dafür vorgesehenen roten Kiste im Kofferraum des E-Mobils. Lassen Sie das Kabel auf keinen Fall an der Ladestation liegen.

Achtung: Momentan gibt es erneut Probleme mit der Ladesäule. Die Abdeckklappe klemmt, so dass Sie das Kabel nicht von der Stromtankstelle abziehen können. Zudem wird das Auto nicht geladen. Sofern die Restreichweite für Ihre geplante Fahrt ausreichend ist, lassen Sie das Kabel an der Säule liegen und decken Sie es gegebenenfalls mit der roten Kiste ab (bei feuchter Witterung). 

Reichweite prüfen

Im Armaturenfeld rechts finden Sie eine Multifunktionsanzeige.
Einfach die gelbe Rückstelltaste. („A“ in der Graphik
unten) mehrmals drücken, bis Sie die Anzeige sehen,
die Sie haben wollen:

1) Gesamt-Kilometerzähler
2) Tageskilometerzähler A
3) Tageskilometerzähler B (Teilstrecke)
4) Instrumenten-Beleuchtung
5) Service-Intervallanzeige
6) Service-Intervallanzeige
7) Reichweitenprognose: Als Symbol sehen Sie unter
der Zahl einen dünnen Linkspfeil. Die Reichweitenprognose
funktioniert nur, wenn sich der Zündschlüssel in der
Stellung „ON“ befindet.

 

Erste Eindrücke von der Fahrt im E-Mobil

Zunächst dachte ich, das Auto springt nicht an. Der Motor ist nicht zu hören und mir ist erst nach mehrmaligem Starten aufgefallen, dass er schon an ist. Das Schöne ist, dass es auch nicht wesentlich lauter wird. Nur die Abrollgeräusche der Reifen sind zu hören - und natürlich der restliche Straßenverkehr. Das Fahrverhalten ist überraschend normal, wie man es bei einem Kleinwagen erwartet. Nur wenn man das Gaspedal durchdrückt, entdeckt man den Unterschied zu einem Benzinmotor. Ich glaube der ein oder andere Mittelklassefahrer hat ein wenig neidisch geschaut. Die Reichweite ist für ein Stadtauto mit knapp 100 km (147 km bei voller Batterie - Anmerkung der Redaktion) völlig ausreichend. Und sollte es mal nicht reichen, ist das Laden über eine normale Steckdose kinderleicht. Wir von solares bauen finden es toll, dass jetzt auch ein E-Auto angeboten wird, was sich auch darin zeigt, dass ich nach meinem Termin, für den ich das Auto gebucht habe, noch eine Extrarunde mit einem Arbeitskollegen drehen "musste".

Fazit: Ich buche das E-Auto, wenn es frei ist, ab jetzt immer.

Stefan Fuchs, Freiburg

Kooperieren: Initiative Zukunftsmobilität, Stadtmobil Südbaden und Naturenergie
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Stadtmobil-Südbaden-Vorstand Michael Nowack auf Testfahrt im ZUMO-iMiEV
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Abbildung 1
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Abbildung 2
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Abbildung 3
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Abbildung 4
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Abbildung 5
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Abbildung 6
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Abbildung 7
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